Good bye!

Aus den Schweizer Bergen in den Golan mit dem Hermon-Gebirge...

Samstag, 31. März 2012

Erster Tag in Jerusalem

Witzige Wandinschrift im Abraham Hostel... 















Am Montagmorgen, den 26. Maerz, wurden wir von unserer Organisation GoEco bzw deren Vertreter Jonathan begruesst, der uns einige Details ueber unseren Einsatzort und die Leute, die die EcoLodge in den Huegeln von Nimrod betreiben, bekannt gab: Guy und Lilach leben dort mit ihren vier Kindern, von denen der Zweitaelteste autistisch ist. Wir wurden schon da sehr neugierig darauf, was uns in diesem noerdlichsten Teil Israels (eigentlich ist es okkupiertes und frueher syrisches Gebiet) erwartet. Anschliessend informierte uns Sofia ganz allgemein ueber Wissenswertes rund ums Reisen in Israel und gab uns diverse Tipps bezueglich Reisen, Geld, Sicherheit und Kommunikation in Israel. Sie ruestete uns mit einer Israelischen SIM-Karte aus, die mit meinem Swisscom-Natel einwandfrei funktioniert: man kann uns also nun ein SMS auf die Nummer +972 525 782 368 schicken...




Stadtmauer mit Flagge
Unser Fuehrer Mitch
Jaffa-Tor
Um die Mittagszeit herum hatten wir Gelegenheit, den nahen Markt zu besuchen, der schon einen sehr orientalischen Eindruck machte und ein spezielles Erlebnis fuer Augen, Ohren und vor allem die Nase war. Nachdem wir uns nochmals mit einigen Schekels (der einheimischen Waehrung) versehen hatten, konnten wir uns einem Helfer des Abraham Hostels anschliessen, der uns in einem 20-minuetigen Fussmarsch zum Jaffa-Tor der Altstadt brachte. Dort erwarteten uns einige Leute, die fuer verschiedene Touren zu den Sehenswuerdigkeiten des alten Jerusalem warben. Wir entschieden uns fuer die allgemeine Gratisrunde, die fuer jedermann angeboten wird, der sich einen ersten Ueberblick verschaffen will. Mitch, unser Fuehrer, entpuppte sich als Amerikaner mit immensem historischen Wissen und einem speziellen Humor, der sich in diversen Anekdoten oder Sagen manifestierte. Beispielsweise musste ernatuerlich erklaeren, weshalb sich in der Stadtmauer neben dem Jaffa-Tor eine grosse Luecke befindet: beim Besuch Kaiser Wilhelms I. aus Deutschalnd wollte dieser zu Pferd mit grossen Gefolge in die Stadt einreiten, was nur durch einen Durchbruch der Mauer moeglich gewesen sein soll.    
Geburtskirche Christi
Torbogen im arabischen Viertel
Minarett der Moschee daneben


Unser rund zweieinhalbstuendiger Marsch durch Alt-Jerusalem brachte uns nacheinander durch das christliche, das muslimische, das armenische und das juedische Viertel. In jedem Teil spuerte man die Schwere der Geschichte, sei es bei der Geburtskirche Christi (die in der Ottomanenzeit zwar nicht abgerissen wurde, aber doch durch eine Moschee mit entsprechend hohem Minarett ueberragt werden musste), sei es die armenische Kirche des letzten Abendmahls oder die Kuppeln des Felsendoms (golden) oder der Al Aksa-Moschee (silbern). Mir hat persoenlich aber doch die West- oder Klagemauer den groessten Eindruck gemacht, vor allem auch die Tatsache, dass sich die Menschen dort trotz bestehenden Bedrohungen sehr frei und ungezwungen bewegen: orthodoxe Juden, Militaer, Touristen und viele andere. Die Bilder zeigen ein paar Eindruecke dieses speziellen Ortes.
Gruppen von Soldaten und Orthodoxen


























































Ich hatte etwas Muehe, die vielfaeltigen Erlebnisse zu verdauen, so dass ich ganz froh war, als Mitch unsere Tour in einem malerischen Gaertchen als beendet erklaerte und wir unsere mueden Knochen etwas ausruhen konnten. Bettina und ich warfen einen letzten Blick auf die sonnenbeschienene Stadtmauer und wandten uns Richtung Hostel.


Wir nahmen dabei einige Umwege in Kauf, um das heutige Jerusalem wenigstens ein bisschen zu Gesicht zu bekommen. Den Abend beschlossen wir in einem kaum touristisch orientierten juedischen Restaurant ("hier essen sie koscher") und kauften auf dem Rueckweg im Markt noch einige wundervolle Orangen und grosse suesse Datteln...

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