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Aus den Schweizer Bergen in den Golan mit dem Hermon-Gebirge...

Dienstag, 1. Mai 2012

Erkunden der Umgebung von Nimrod

Natuerlich sind wir nicht ganz immer am Krampfen. Hin und wieder gibt es wirklich auch eine kleine Auszeit. Wie versprochen hier also ein vorlaeufiger Bericht ueber unsere Freizeit, die wir fuer das Erkunden der Umgebung Nimrods verwendet haben. 


Unser erster Ausflug fuehrte uns zu den hier bekannten Sehenswuerdigkeiten des Schlosses Nimrod und den Pan-Quellen bzw -Wasserfaellen (Banias). In einem recht angenehmen Abstieg von Nimrod ueber fast alpin anmutende Weiden mit Kuehen und diversen uns meist unbekannten Pflanzen (siehe Uebersicht auf facebook) erreichten wir nach ca 1 1/2 Sunden die Hauptstrasse nach dem Schloss Nimrod, wo ein Parkplatz fuer ein drusisches Heiligtum und ein Campingplatz zu finden sind. Unsere Frage nach einem Fussweg zu den Ruinen bei den israelischen Campern fuehrte dazu, dass uns ein netter junger Pfadifuehrer mit dem Auto bis auf den Bergsporn auf ueber 800 m mit den Ueberresten der Burg fuehrte. Heiss war der Tag und heiss die Felsen, so dass die Klippschliefer (wir tippten zuerst auf eine Art Murmeltiere) traege in der Sonne verdauten und sich nicht gross stoeren liessen. Die monumentale Anlage, benannt nach dem mutigen biblischen Jaeger Nimrod, ist sehr wahrscheinlich durch dem muslimischen Herrscher El-Malik el-Aziz Uthman im 12. Jahrhundert erbaut worden und wechselte im Verlauf der Jahrhunderte mehrmals von Muslimen zu Kreuzrittern und zurueck und wurde etwa im 15. Jahrhundert verlassen. Noch ist nicht alles der etwa 400m auf 150m messenden Anlage ausgegraben, aber das aktuell Sichtbare ist auf alle Faelle imposant und sehenswert.
Der Abstieg ins Tal gestaltete sich etwas laenglich, musste doch immer wieder ueber Felsbrocken und durch Buesche gestiegen werden, sodass wir nach weiteren 1 1/2 Stunden im Talgrund bei den Banias ankamen und die Ueberreste von griechischen und roemischen Gebaeuden, welche vornehmlich dem Pan-Kult dienten, bewundern konnten. 


Wir genehmigten uns einen kuhelen Fruchtsaft im Touristen-Kiosk und nahmen dann den sehr angenehmen und schattigen Weg entlang dem Fluss unter die Fuesse und erreichten nach einer weiteren Stunde die Wasserfaelle von ca 10m Hoehe. 

Fuer Israelis sind das die nationalen Niagara-Faelle und symbolisieren das sehr geschaetzte Lebenselixier Wasser, ohne das hier keine Agrikultur moeglich ist. Nachdem wir uns am Stand beim Ausgang noch mit Feigenkonfi und Aepfeln eingedeckt hatten, marschierten wir den staubigen Weg bis zur Hauptstrasse und dem Bus-Halt - entlang an gruenen Gebieten mit Zaeunen und Tafeln die vor Minen warnten. 

Die Krone unseren Ausfluges bildete die Tatsache, dass der Bus unser Haltezeichen einfach uebersah und vorbei flitzte, sodass wir erst zwei Stunden spaeter und eine Haltestelle weiter dann den letzten Bus nach Nimrod (siehe unten) erwischten...

Um diesen blog nicht zu ueberladen, berichte ich spaeter ueber weitere Ausfluege. (Sorry, dass ich die Bilder nicht immer wie gewuenscht in den Text einfuegen konnte - aber es sollte schon sichtbar sein, was sie darstellen, oder?)


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